Migration des Handelsplatzes Börse Frankfurt auf die T7-Handelsarchitektur: Technische Anpassungen und Voraussetzungen für die Konnektivität

Datum: 04. Nov 2019

076/2019 Migration des Handelsplatzes Börse Frankfurt auf die T7-Handelsarchitektur: Technische Anpassungen und Voraussetzungen für die KonnektivitätXetra-Rundschreiben 076/2019

1.  Einführung

Die Deutsche Börse wird ihren Handelsplatz Börse Frankfurt – einschließlich Börse Frankfurt Zertifikate – („Market Identifier Code“: XFRA) auf die T7-Architektur migrieren. Der Handel auf Börse Frankfurt wird auf einer separaten Instanz des T7-Systems stattfinden. Dieses Rundschreiben enthält eine Übersicht der technischen Anpassungen und Anforderungen (z. B. Router-Konfiguration, zur Verfügung stehende Sessions), die für die Migration zu beachten sind.

Seit dem 28. Oktober 2019 steht die neue Umgebung („Pre-Production“) zur Verfügung und kann von den Teilnehmern und Software-Vendoren (ISVs) zum Testen ihrer Applikationen unter produktionsähnlichen Bedingungen genutzt werden.

Der erste Handelstag („Production“) auf der neuen T7-Handelsarchitektur wird der 9. März 2020 sein.

2.  Erforderliche Tätigkeiten

Zur Teilnahme an der „Pre-Production“ müssen die Teilnehmer und Software-Vendoren dedizierte Sessions bestellen. Wenn die Sessions für die Tests in der „Pre-Production“ nicht in der „Production“ genutzt werden sollen, müssen die Teilnehmer diese Sessions vor dem Produktionsstart am 9. März 2020 kündigen.

Teilnehmer und Service Provider, die Marktdaten von Börse Frankfurt T7 erhalten möchten, müssen ihrer Router-Konfiguration die entsprechenden Multicast-Ranges hinzufügen, wie im Cash Market Readiness Newsflash vom 30. September 2019 angekündigt. Die Multicast-Ranges können dem „N7 Network Access Guide“, Kapitel 9.2 entnommen werden.

3.  Details 

Anbindungskonzept:

Mit der Migration von Börse Frankfurt auf das T7-Handelssystem wird das Anbindungskonzept für Xetra (siehe eine grafische Darstellung im Anhang) angewendet:

  • Das „Market Data Interface” für den Bezug saldierter („netted“) Marktdaten für Börse Frankfurt benötigt eine höhere Bandbreite. In diesem Zusammenhang ist die Bandbreite aller Xetra Multi-Interface Channels (MICs) mit der Eingangsbandbreite von 7 Mbit/s auf 14 Mbit/s erhöht worden. Der Preis für die Eingangsbandbreite bleibt unverändert.
  • Bei den Cash T7 MICs des Kassamarkts mit höheren Bandbreiten (80 Mbit/s oder 200 Mbit/s) ist keine Anpassung notwendig. Teilnehmer, die Marktdaten für Xetra und Börse Frankfurt auf einem MIC mit 80 Mbit/s Bandbreite empfangen möchten, sollten jedoch berücksichtigen, dass die Migration der Börse Frankfurt nach T7 zu einem Anstieg der Marktdaten führen kann.
  • Eine gemeinsame Nutzung von Marktdaten-Kanälen (eines MIC mit 14-, 80- oder 200-Mbit/s oder einer 10 Gbit/s-Anbindung) ermöglicht den Bezug für die angebotenen Börse Frankfurt-Datenströme, in Abhängigkeit vom jeweiligen Anbindungstyp, wie im „N7 Network Access Guide” beschrieben (das „Enhanced Market Data Interface“ (EMDI) wird für Börse Frankfurt nicht angeboten).
  • Unsaldierte („un-netted”) Marktdaten für Börse Frankfurt werden nur als „Enhanced Order Book Interface“ (EOBI)-Feed in Co-Location über 10 Gbit/s-Anbindungen angeboten. Die 10 Gbit/s-Anbindungen in Co-Location werden weiter getrennt nach Markt-/Referenzdaten und Transaktionen bleiben. Die gemeinsame Nutzung für Xetra und Börse Frankfurt ist auch möglich.
  • Der Zugang zum T7-GUI wird über natives Internet (zertifikatsbasiert) oder über dedizierte GUI-Channels auf Standleitungen bereitgestellt (hierfür können bestehende Xetra GUI-Channels genutzt werden).

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen dem „N7 Network Access Guide“, Kapitel 5.

Bitte beachten Sie: 
Teilnehmer und Service Provider, die Marktdaten von Börse Frankfurt T7 erhalten möchten, müssen ihrer Router-Konfiguration die entsprechenden Multicast-Ranges (wie im Cash Market Readiness Newsflash vom 30. September 2019 angekündigt) hinzufügen. Die Multicast-Ranges können dem "N7 Network Access Guide“, Kapitel 9.2 entnommen werden.

Sessions:

Der Zugang zu Börse Frankfurt ist nur über FIX-Sessions und/oder „Low Frequency“ ETI-Sessions möglich. Diese Sessions sind als ETI „Full Sessions“ (150 Transaktionen/Sekunde), ETI „Light Sessions“ (50 Transaktionen/Sekunde), FIX Trading Sessions und ETI/FIX Backoffice-Sessions verfügbar.

Zur Teilnahme in der „Pre-Production“ müssen die Teilnehmer und ISVs gesonderte Sessions bestellen. Sessions, die für die „Pre-Production“ bestellt werden, sind kostenfrei. Nach dem Start der „Production“ am 9. März 2020 werden diese Sessions als Produktions-Sessions verwendet und ab dem Monat April 2020 gemäß dem bestehenden „Preisverzeichnis für die Nutzung der Börsen-EDV der Frankfurter Wertpapierbörse und der EDV XONTRO“ (Preisverzeichnis) in Rechnung gestellt. Für Sessions, die im März 2020 Zugang zur Börse Frankfurt-Produktion auf dem Xetra-System vor der Migration geben, wird das reguläre monatliche Entgelt gemäß Preisverzeichnis in Rechnung gestellt.

Bitte beachten Sie: 
Wenn die Sessions zum Testen in der „Pre-Production“ nicht in der „Production“ genutzt werden sollen, müssen die Teilnehmer diese Sessions vor dem Produktionsstart am 9. März 2020 kündigen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Technical Key Account Manager über Ihre VIP-Nummer oder schreiben Sie eine E-Mail an: cts@deutsche-boerse.com.

Anhang: 

  • Xetra-Anbindungskonzept
Empfänger:Alle Xetra®-Teilnehmer und Vendoren
Zielgruppen:Handel, Technik, Systemadministratoren, Allgemein
Kontakt:

Xetra Customer Technical Support über Ihre VIP-Nummer oder E-Mail: cts@deutsche-boerse.com

Autorisiert von:Bernd Eschenbrücher, Simona Simon

Marktstatus

XETR

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Störung in Teilen des Handelssystems

Technische Störung des Handelssystem

Xetra Newsboard

Das Markt-Statusfenster gibt Hinweise  zur aktuellen technischen Verfügbarkeit des Handelssystems. Es zeigt an, ob Newsboard-Mitteilungen zu aktuellen technischen Störungen im Handelssystems veröffentlicht wurden oder in Kürze veröffentlicht werden.

Wir empfehlen dringend, aufgrund der Hinweise im Markt-Statusfenster keine Entscheidungen zu treffen, sondern sich in jedem Fall auf dem Produktion Newsboard  umfassend über den Vorfall zu informieren.

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