Prime Standard

Prime StandardDas Premiumsegment für die Eigenkapitalaufnahme

Die im Prime Standard geltenden Folgepflichten gehen über die des General Standard hinaus und müssen neben diesen erfüllt werden. Der Prime Standard stellt damit an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB®) und sogar europaweit das Segment mit den höchsten Anforderungen dar. Die weiteren Zulassungsfolgepflichten des Prime Standard zeichnen sich nicht nur durch das höhere Maß der Transparenzanforderungen aus, sondern vor allem durch die Vorgabe, diese grundsätzlich auch in englischer Sprache zu erfüllen. Der Prime Standard ist damit die richtige Wahl für Emittenten, die sich insbesondere einem internationalen Investorenpublikum präsentieren möchten.

Ferner ist auch die Aufnahme in die Auswahlindizes DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® Emittenten mit Zulassung zum Prime Standard vorbehalten.

Der Prime Standard ist ein Teilbereich des Regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten. Die Zugangsvoraussetzungen sowie die einzelnen Folgepflichten sind in der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse geregelt. Auf Antrag entscheidet die Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse über die Zulassung zum Prime Standard. Der Antrag kann zusammen mit dem Antrag auf Zulassung zum Regulierten Markt (General Standard) gestellt werden.

Schritt für Schritt zur Börsennotierung

Mit unserer IPO-Line gewinnen Sie einen Überblick über alle wichtigen Schritte des Going Public, bis zur ersten Preisermittlung. Hierzu gehören u. a. die Auswahl der Emissionsbegleiter, die Entwicklung des Emissionskonzepts, die Erstellung aller benötigten Dokumente, die Platzierung und die Zulassung bzw. die Handelsaufnahme der Wertpapiere Ihres Unternehmens.

Inhaltsverzeichnis

Wesentliche Zulassungsfolgepflichten

Es gelten die Zulassungsfolgepflichten des Regulierten Marktes. Zuständige Behörde für die Überwachung der Folgepflichten ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Zusätzlich müssen Emittenten im Prime Standard folgende Zulassungsfolgepflichten gegenüber der Frankfurter Wertpapierbörse erfüllen:

  • Übermittlung des Jahresfinanzberichts innerhalb von 4 Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums
  • Übermittlung des Halbjahresfinanzberichts innerhalb von 3 Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums
  • Übermittlung der Quartalsmitteilung innerhalb von 2 Monaten nach dem Ende des Mitteilungszeitraums
  • Mindestens eine Analystenveranstaltung außerhalb der Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Jahresabschlusszahlen
  • Fortlaufende Aktualisierung, Veröffentlichung und Übermittlung des Unternehmenskalenders
  • Die Folgepflichten sind in deutscher und englischer Sprache zu erfüllen
  • Veröffentlichung und Mitteilung von Insiderinformationen in englischer Sprache
  • Sämtliche Berichte und Unterlagen sind über das Exchange Reporting System (ERS®) an die Deutsche Börse AG zu übermitteln.

 

In unserer interaktiven IPO-Line „Being Public“ finden Sie alle wichtigen Folgepflichten der verschiedenen Segmente ausführlich und klar strukturiert. Dies umfasst die verschiedenen Formen der Finanzberichterstattungen ebenso wie die Veröffentlichung kursrelevanter Informationen oder die Unternehmensdarstellung gegenüber den Investoren.