Preisoptimierungsmodell

Preisoptimierungsmodell

Das Handelsmodell „Preisoptimierung“ ist ein quote-getriebener Mechanismus zur kontinuierlichen Internalisierung von Orders mit gleichzeitiger Preisverbesserung gegenüber dem Referenzmarkt.

 

Markttyp

Das Preisoptimierungsmodell ist ein bilaterales Handelsmodell, bei dem Orders eines Handelsteilnehmers immer gegen einen Liquiditätsspender (Preisoptimierer) ausgeführt werden. Der Handel erfolgt quote-getrieben, da Orders ausschließlich gegen den Quote des Preisoptimierers ausgeführt werden.

Die Marktteilnehmer treten dabei als Käufer oder Verkäufer auf. Der Preisoptimierer stellt zusätzlich einen relativen Quote.

Transparenz

  • Vorhandelsinformationen:
    Aufgrund der sofortigen Ausführung im Preisoptimierungsmodell werden Orders vor der Ausführung nicht angezeigt. Quotes des Preisoptimierers werden ebenfalls nicht angezeigt.
  • Nachhandelsinformationen:
    Nach Ausführung der Orders werden alle abgeschlossenen Geschäfte unverzüglich veröffentlicht. Pro Geschäft werden jeweils der Zeitpunkt des Geschäfts sowie Preis und Volumen publiziert. Die Geschäfte werden als Geschäfte im Preisoptimierungsmodell gekennzeichnet.
    Erfolgt die Abwicklung eines Geschäfts über eine zentrale Gegenpartei, bleibt der Auftraggeber eines Geschäfts auch im Nachhandel anonym. Bei Geschäften ohne Einbeziehung eines zentralen Kontrahenten ist der Name des Auftraggebers sichtbar.

Preisermittlung und Orderausführung

  • Priorisierung der Orders:
    Es erfolgt keine Priorisierung von Orders. Orders werden entweder sofort im Preisoptimierungsmodell ausgeführt oder in das Orderbuch des fortlaufenden Handels eingestellt.
  • Preisermittlung:
    Eine im Preisoptimierungsmodell ausgeführte Order erhält eine Preisverbesserung gegenüber dem im fortlaufenden Handel möglichen Ausführungspreis (volumengewichteter Durchschnittspreis). Die Preisverbesserung muss mindestens 0,001 € betragen.
  • Ausführung von Orders:
    Die Preisfeststellung erfolgt kontinuierlich. Jede neu im Preisoptimierungsmodell eintreffende Order wird sofort auf Ausführbarkeit überprüft. Ist eine Ausführung im Preisoptimierungsmodell möglich, wird die Order unmittelbar ausgeführt. Ist eine Ausführung im Preisoptimierungsmodell nicht möglich, wird die Order in das Orderbuch des fortlaufenden Handels eingestellt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn
    • die Order nicht sofort voll gegen eine im Orderbuch des fortlaufenden Handels gegenüberliegende sichtbare Order ausführbar ist oder
    • der Preisoptimierer keinen Quote eingestellt hat:

Orders können nur im Preisoptimierungsmodell ausgeführt werden, wenn das Wertpapier parallel im fortlaufenden Handel gehandelt wird. Ist der fortlaufende Handel z.B. durch eine Auktion unterbrochen, kann keine Ausführung im Preisoptimierungsmodell erfolgen. In diesen Fällen werden eingehende Orders in das Auktionsorderbuch eingestellt.

Sollte bei einer Ausführung im Preisoptimierungsmodell ein Preis zustande kommen, zu dem Orders im Orderbuch des fortlaufenden Handels einen Ausführungsanspruch haben, werden zunächst diese gegen den Preisoptimierer ausgeführt. Damit wird die Orderbuchkonsistenz sichergestellt.

Einsatzmöglichkeiten

Das Preisoptimierungsmodell kann insbesondere für folgende Einsatzzwecke genutzt werden:

  1. Internalisierung von Orders durch Preisoptimierer
  2. Preisverbesserung gegenüber Referenzmarkt
 

Marktstatus

XETR

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Störungen im Handelssystem

Erhebliche Störungen im Handelssystem

Xetra Newsboard

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